Samstag, 1. Oktober 2016

Gelübde

Für die Pfarrgemeinde in Marx ist der 1. Oktober seit je her eine Art ungeschriebenes Hochfest. Es ist der Tag der heiligen Theresia von Lisieux, einer Schutzpatronin der hier seit 1984 lebenden Ordensschwestern. An diesem Tag geht jedes Jahr ein Exerzitienkurs zu Ende, an dem hauptsächlich jüngere Schwestern teilnehmen, nämlich jene, die ihre Ordensgelübde vorerst für ein Jahr abgelegt hatten und sie am 1. Oktober erneuern: Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam.  Hinzu kommen die Novizinnen, deren zweijähriges Noviziat (besondere Zeit der Vorbereitung) zu Ende geht und die nun - durch ihre "ersten Gelübde" Rechte und Pflichten übernehmen. Heute waren das die Schwestern Anjuta und Maria (Foto). Nach Ablegung ihrer ersten Gelübde bekamen sie den schwarzen Schleier überreicht, (vorher trugen sie einen weißen), und ein Kreuz statt des bisher getragenen Marienmedaillons, sowie das Statut ihrer Ordensgemeinschaft, der Dienerinnen Jesu in der Eucharistie. Ebenfalls heute begann auch wieder ein Noviziat: Anna aus Tscheljabinsk trägt nun einen weißen Schleier und wird von nun an Schwester genannt, was sie sicher nicht nur ihren Schwestern im Kloster sein will.
Häufig ist der 1. Oktober dann auch noch ein Datum für Versetzungen, denn die "neuen" Schwestern übernehmen nun Aufgaben in der Pfarrgemeinde, und anderswo werden auch Schwestern gebaucht.
Danken wir Gott, dass es die Schwestern gibt, und bitten wir, dass sie auf ihrem "schmalen Pfad" der Nachfolge Christi aushalten und glücklich werden, dass sie vielen Menschen durch ihr einfaches Leben ein wunderschönes Zeugnis christlichen Glaubens geben und helfen können, wo Gott es will.