Dienstag, 1. November 2016

Allerheiligen am Wochentag in Südrussland

Es freut mich jedes Mal, wenn ich sehe, dass unsere Gläubigen trotz Arbeits- und Wochentag die großen Fest bemerken und zur Kirche kommen. Viele Jahre hat es gebraucht, da gegen den Generationen lang eingefahrenen Trott anzukommen. Heute hatten wir so einen Fall. Die Saratower Pfarrgemeinde feierte Allerheiligen (und wird morgen Allerseelen feiern). Wir waren drei Priester am Altar: der Pfarrer - Pole, der Generalvikar - Argentinier, ich - Deutscher. Unser Slowake kam später von der Außenstation. 
Was ich heute dazugelernt habe (oder auffrischen konnte), sind Einzelheiten über die Entstehungsgeschichte des Allerheiligenfestes. Einerseits dessen Verbindung zu Ostern und das entsprechende Datum, in den Ostkirchen bis heute, andererseits die irisch-keltische Tradition Anfang November, die das Sterben der Natur mit dem Blick zum Himmel verbindet.
Seit gestern hatte ich mir vorgenommen, heute endlich wieder einmal einen Brief an Freunde in Deutschland zu schreiben, besonders auch an solche, die kein Internet haben. Das verzögerte sich. Aber mir war klar, dass heute eine seltene Chance dafür ist. Es ist schwer geworden zu schreiben. Der letzte solche Brief ist vor fast einem Jahr datiert, obwohl es in der Regel nicht mehr als 2 Seiten sind, die ich schreibe.