Montag, 21. November 2016

Ein nicht alltägliches Gefühl

Für alle, die es bewußt mitgelebt haben, wird es heute nicht vergessen sein, das "Jahr der Barmherzigkeit". Aber es ist vorbei, ... zumindest im Kalender. Der Kongress in Marx war eine großartige Chance, tatsächlich etwas mitzunehmen in den weiteren Alltag, etwas vom Bewußtsein und von der Erfahrung, wie Gott ist, und etwas von der Vorstellung, wie wir (Menschen) sein können. "Barmherzig wie der Vater" - das war die Devise, die Überschrift, die sich nun hoffentlich vielen von uns eingeschrieben hat, in die Logik unserer Herzen. 
Und wie geht es weiter? Thematisch bekommt das neue Kirchenjahr im Bistum Sankt Clemens ab kommenden ersten Adventssonntag (27.11.2016) die Überschrift "Gebet". Mit den Christen im Bistum möchte ich am Fundament arbeiten. Also keine neuen Türmchen oder Etagen, sondern - Sanierung, (von sanus /lat./ - gesund). Das "Jahr der Barmherzigkeit" hat dafür im Grunde (bildhaft, sehr passend) eine gute Ausgangsbasis geschaffen. 
Es ist nur noch wenig Zeit bis zum Ersten Advent, dennoch werde ich versuchen, unsere Gläubigen im Bistum noch mit einem kleinen Brief zu erreichen, in dem ich ihnen vorschlagen möchte, das neue Kirchenjahr betend zu beginnen, in der Nacht vom Samstag zum Sonntag oder am Tage selbst. - Wichtig wäre (ist!) ein bewußter Moment des Neuanfangs mit Gott. Man könnte zu Hause lesen, was an jenem Tag in der Kirche aus der Bibel vom Ambo gelesen wird (Jesaja 2,1-5 oder Römerbrief 13,11-14 oder Matthäusevangelium 24,37-44). Stille ist wichtig. Eventuell allein in der Kirche? Ja, es kostet schon etwas Mühe. Christus, das "Brot des Lebens" ist kein "Fast Food". Also: Speiseplan umstellen? - Mit freundlicher Empfehlung. CP