Montag, 14. November 2016

Medizin für Pessimisten

Als Ausländer muß man sich bei uns von Zeit zu Zeit bei der Einwanderungsbehörde melden. Das ist wahrscheinlich auch in anderen Ländern so. Einmal im Jahr habe ich zu erklären, wieviele Tage und wo ich im Ausland war. (Das ist für mich selbst immer ein schöner Rückblick und Grund zum Danken.) Außerdem gehört eine Bescheinigung über mein Gehalt, meine Nummer bei der Steuerbehörde und eine Kopie sämtlicher (diesmal überwiegend leerer) 48 Seiten des deutschen Passes dazu. Beim Hinaufsteigen der Stufen zum Amt trug ich drei Hoffnungen mit: dass wenig Leute anstehen würden; dass der/die nötige Beamte überhaupt da ist und Sprechtag hat; und dass nichts fehlt in meinem Dokumentenpaket. Ich kam in den oberen Korridor des alten Gebäudes mit seinen ölfarbenen Wänden. Es roch nach Warteschlange, war aber total leer. Die Tür der Beamtenstube stand offen. In sehr kurzer Zeit war ich freundlich bedient und wieder draußen.