Dienstag, 15. November 2016

Wenn ein Jubiläum auf das andere folgt

"... ist das ein Zeichen dafür, dass man alt geworden ist", hat neulich jemand gesagt. Für unsere Schwester Maria Elena trifft das aber allem Anschein nach nicht zu. Heute ließ (bzw. läßt) es sich in Saratow keiner nehmen, ihr zum Geburtstag zu gratulieren. Die aus Mexiko stammende Ordensschwester lebt schon über 20 Jahre in Saratow! (Aber noch nicht die Hälfte ihres Lebens.) Und ich habe sie in all dieser Zeit nie verdrossen oder gar ärgerlich gesehen. Obwohl es ihr nicht so leicht fällt mit der russischen Sprache wie anderen, begegnet sie jedem aufgeschlossen und fröhlich, sogar dem Fahrlehrer oder dem Arzt vom Erste-Hilfe-Kurs, bei dem sie ausgerechnet heute ihre Prüfung abzulegen hat. 
Sowohl in Saratow als auch (und mehr noch) in Marx, laufen die letzten Vorbereitungen für unseren Kongress der Barmherzigkeit. Schon morgen reisen die ersten Gäste an. Am frühen Nachmittag kam die Nachricht vom neuen Nuntius, dass er seine eintägige Teilnahme auf Samstag verschieben müsse, denn heute hat er seinen Termin für den Antrittsbesuch beim Patriarchen Kyrill von Moskau und der ganzen Rus bekommen, für Freitag. "Ist ja prima!" würde Pater Piwowarski von "Kirche in Not" sagen, "dann bekommen wir beides gut unter einen Hut."