Donnerstag, 1. Dezember 2016

Erster Donnerstag im Kloster

Im Gedenken an den Gründonnerstag und im Danken dafür, gibt es trotz aller anderen Aufgaben im Marxer Kloster den lebendigen Brauch, an jedem ersten Donnerstag im Monat 24 Stunden Eucharistische Anbetung zu halten. Die Schwestern tragen sich jeweils für eine Stunde in eine Liste ein, die auch nachts nicht abreißt. Besonders, wenn wenige im Haus sind, so wie heute, bedeutet das, dass jede Schwester mehrmals eine Stunde still in der Kapelle betet. Interessant ist, wie sich auch Jugendliche und Heranwachsende für diese Form von Gebet interessieren, sicher nicht zuletzt aus Freundschaft mit den Schwestern. So sind mir heute Abend mindestens sechs von ihnen über den Weg gelaufen, die eine Stunde in der Nacht übernehmen, nicht allein, und die dann bis zum Morgen, wenn es wieder in die Schule geht, im Kloster schlafen.
Vermutlich werden nicht alle mit solchen Gedanken zum Beten gehen, wie: Priesterdonnerstag oder Quatember. Das sind heute oft auch innerhalb der Kirche Fremdworte geworden, während man den Grund für den Mangel an jüngeren Priestern ausschließlich in demographischen und ähnlichen Gründen weiß. - Vielmehr werden unsere Jugendlichen in ganz persönlichen Anliegen beten, was beim Herrn ganz sicher nicht auf taube Ohren treffen wird.