Freitag, 2. Dezember 2016

Freitag - zum Abend hin

Freitag - Feierabend - Wochenende ... Das sind zwar Begriffe, die auch zu meinem Wortschatz gehören, aber sie klingen anders als beim Normalverbraucher. Beim Verlassen des Büros in Saratow fühlte ich mich heute fast wie vor 18 Jahren, als ich "Bischof in Saratow und Pfarrer in Marx" zugleich war: Ich setzte mich gern ins Auto, war aber auch etwas müde. 16.30 Uhr, als ich die drei Kilometer lange Wolgabrücke zwischen Saratow und Engels überquerte, war es schon stockfinster. (Aber übermorgen werden im Gebiet Saratow die Uhren eine Stunde vor gestellt, dann ist es um diese "Zeit" noch hell.) Schneetreiben hatte eingesetzt. Ein Unfall auf der Brücke, mitten im Berufsverkehr. Stau. Eine Choral-CD im Auto... Dennoch kam ich fast pünktlich in Marx an, wo ich noch bis 7. Dezember Exerzitien begleite. Gern brachte ich am Abend noch eine Großmutter nach Hause in ihr Dorf (30 km vor der Stadt). Sie war wegen eines Arztbesuches in der Stadt und wollte noch soo gern zur Messe bleiben, weil sie schon lange nicht die Möglichkeit dazu gehabt hatte, ... Ich habe mich gefreut, sie zu sehen. Wir hatten uns damals kennengelernt, vor 18 Jahren (s.o.), als ihr Mann schwer krank war.