Sonntag, 18. Dezember 2016

Weihnachtlicher Hirtenbrief

Zu Weihnachten klingt das Wort "Hirtenbrief" ganz anders als zu den anderen Jahres- und Festzeiten. Was gemeint ist, verstehen die Meisten. Mein heutiger 4. Adventssonntag war diesem Brief an die katholischen Christen im Bistum gewidmet. Kurz zusammengefasst, geht es ums Gebet als Umgangsform mit Gott. (Wir haben im Bistum ja jetzt das "Jahr des Gebets".) Wie haben Adam und Eva im Paradies gebetet? - Ganz einfach. Die Schwierigkeiten begannen erst danach, nach dem freien Sünden-Fall. Wenn man Gott da unten nicht mehr sieht und kaum so richtig hört, kann beten schon problematisch werden. Darum hat sich Gott für das Menschwerden entschieden, für den Sprung ins Dunkle: Um jedem hier unten ins Gesicht zu sagen: "Ich liebe dich, immer noch, trotz allem, ewig". Wollen wir mal probieren, Weihnachten so zu verstehen, so anzunehmen, so zu feiern, statt uns dafür zu schämen?