Donnerstag, 12. Januar 2017

An der Schwelle zum "alten Neujahr"

Es ist noch ziemlich still auf den Straßen Saratows. Erst in der Nacht von morgen zu übermorgen wird in Russland das "alte neue Jahr" (Neujahr nach julianischem Kalender) gefeiert. Erst danach kommt für viele das Leben wieder richtig in Gang. Mir reicht die Zeit (untertrieben gesagt:) kaum, um aufzuholen. Von der Runde durch einige Pfarreien im "nahen Süden" zurück, war endlich das Ticket nach Ufa zu kaufen, in den Nordost-Zipfel des Bistums. Morgen Abend fliege ich ab. Ankunft: Übermorgen früh gegen 4.00 Uhr Ortszeit. Am Wochenende besuche ich unsere dortige Pfarrei in der Hauptstadt Baschkortostans.
Hier an der Wolga treffen sich indes einige Junioristinnen (junge Ordensschwestern mit vorerst zeitlichen Gelübden) zur Weiterbildung und zum Gedankenaustausch. Das Besondere am Treffen ist diesmal sein internationaler Charakter: Außer den Schwestern aus dem europäischen- und dem asiatischen Teil Russlands, nehmen auch Schwestern aus Kasachstan, Weißrussland, Litauen und Deutschland daran teil. Während es sich bei diesem Treffen um Schwestern einer Ordensgemeinschaft handelt, sind wir am Vorbereiten unseres jährlichen "Festes des gottgeweihten Lebens" (immer um den 2. Februar herum), zu dem ich alle Ordensschwestern aus dem Bistum eingeladen habe. Gestern hat unser neuer Nuntius seine Teilnahme zugesagt. Thematisch wird es um Katechese gehen - Glaubensweitergabe im Unterricht. Ein gewichtiges Wort: Glaubensweitergabe...