Sonntag, 22. Januar 2017

Unterwegs

In der Synagoge von Kafarnaum und um sie herum, spielte sich so manches von dem ab, was wir dieser Tage im Evangelium in den heiligen Messen lesen. "Das Haus" (des Petrus), um das es unlängst mehrfach ging, stand wenige Schritte von ihr entfernt. Im Heiligen Jahr 2000 (Foto) hatte ich mit unseren Priestern eine Wallfahrt dorthin unternommen, fest davon überzeugt, dass ein Besuch im Heiligen Land im persönlichen geistlichen Leben hilft, wie auch in Predigt und Katechese. 
Noch bis zum 25. Januar begehen wir die Gebetswoche um Einheit der Christen. Es geht um Gebet, besonders füreinander, dann auch miteinander und für die Welt. In dieser Reihenfolge verstehe ich es, zumindest hier bei uns in Russland, wo "Ökumene" immer zuerst den Blick auf die zahlenmäßig große russisch-orthodoxe Kirche lenkt. In bzw. infolge dieser Gebetswoche, nehme ich mir immer wieder vor, Besuche bei meinen Mitbrüdern zu machen. Die Begegnung ist wichtig, wie besonders das Treffen von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill auf dem Flughafen in Havanna vor fast einem Jahr gezeigt hatte. Man sagt, die beiden hätten dort nicht miteinander gebetet. Und doch wäre es gut gewesen, - ... denn viele haben gebetet an jenem Abend. 
Ich begebe mich heute auf eine kleine Wallfahrt ans Grab des seligen Paters Wladyslaw Bukowinski in Karaganda. Ich besuche den dortigen katholischen Bischof Adelio Dell'Oro und werde auch Gast im Priesterseminar sein. Natürlich möchte ich nach Maikuduk, in den Stadtteil Karagandas, den man einst auch "Berlin" nannte, weil dort lange Zeit hindurch sehr viele Deutsche lebten, unter ihnen - bewundernswerte, großartige Christen. Am Mittwoch komme ich zurück.