Samstag, 4. Februar 2017

Morgens hin, abends zurück

Heute habe ich unsere Pfarrgemeinde in Penza besucht. Schwester Anastasia, die von dort stammt, kam mit. Begrüßt wurden wir mit einem Mittagessen. Noch vor der Messe traf ich mich mit dem Vorsteher eines orthodoxen Männerklosters der Stadt. Er hatte darum gebeten. Darum blieb wenig Zeit für jene, die heute beichten wollten, denn ich war heute der einzige Priester in der Gemeinde. Gleich im Anschluss an die Messe hielt ich noch eine halbstündige Katechese für alle. So ist es hier üblich. (Sonntagsmesse gibt's in Penza keine. Die Pfarrei ist Außenstation von Marx.) Schön war es, unter anderem feststellen zu dürfen, dass die Gemeinde in letzter Zeit an Zahl zunimmt. Am Rückweg nahmen wir eine junge Familie mit im Auto. Ich lauschte der Unterhaltung meiner Beifahrer mehr, als daß ich daran teilnahm. Es ging um die sehr interessanten Wege dieser jungen Menschen, einschließlich Sr. Anastasia, zum Glauben. Wie glatt die 230 km waren, ahnte ich zwar, bekam ich aber glücklicherweise erst beim Abbiegen in meine Straße in Saratow zu spüren: um ein Haar wäre ich - trotz Allrad - vorbeigerutscht. 22.30 Uhr war ich wieder zu Hause.