Montag, 6. März 2017

Exerzitien, fern vom Alltag


Exerzitien in einer solchen Umgebung - davon werden andere nur weiterhin träumen können. Für die Gardisten aus dem Vatikan ist es gut, draußen vor der Stadt zu sein, ohne den täglichen Tumult der Touristen (und Pilger). Ein roter Faden durch die Tage ist das Thema "Gebet", ohne das es kein Christsein geben kann. Ersatz oder zufriedene Mittelmäßigkeit führen nicht zu Gott hin, sondern von ihm weg.
Näher als Castel Gandolfo (s. Foto,  Horizont) auf der anderen Seite des Albaner Sees, liegt Ariccia, wo Papst Franziskus derzeit seine Exerzitien macht, ebenfalls bis Freitagabend.
"Wegzugehen von zu Hause, von der Arbeit, vom üblichen Umfeld" ist das, was Ignatius von Loyola für die geistlichen Übungen ("Exerzitien") sehr rät. Das hat mit der Stille zu tun, die Jesus selbst gern suchte, um dem Vater zu begegnen. Sogenannte "Exerzitien im Alltag" sind damit nicht ihres Sinnes beraubt, doch bleiben sie eine Lösung für die Not des in Verpflichtungen gebundenen Menschen. Es ist wie mit altem und jungem Wein. Der alte ist besser.