Sonntag, 19. März 2017

Im Haus der Stille

Es waren nur ein paar Stunden, aber eben nicht irgendwo. Selten genug habe ich bisher von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, im Haus der Stille, dem wir den Namen "Getsemani" gaben, zur Ruhe zu kommen. Ohne Handy, ohne Fotoapparat (die Bilder stammen nicht von heute) u. dgl. nahm ich die vergangenen und die kommenden Tage ins stille Gebet. 
Zum Mittagessen besuchte ich dann die Schwestern in Marx. Und nun steht in Saratow schon die gepackte Tasche für die nächste Reise bereit. 19.10 Uhr fliege ich mit der letzten Maschine nach Moskau. Dort treffen wir uns dann morgen früh am Flughafen, sechs Priester aus meinem Bistum und ich. 
Zu den drei Bildern aus dem Haus der Stille: links - Mitten in einem Kreuz an der Kapellenwand: ein Stein aus dem Garten Getsemani in Jerusalem. Rechts oben - Haus und Grundstück verdanken wir in erster Linie dem Hiltruper Pater Dr. Heinrich Linnenbrink MSC (verst. 12.03.2014). Rechts unten - Der Tabernakel stammt aus dem ehemaligen Vorseminar für Spätberufene, Norbertinum, in Magdeburg. Wir verdanken ihn dem letzten Rektor des Hauses, Herrn Dieter Müller. Der Künstler Hans Adolf schuf ihn 1957. Generationen von Priesteramtskandidaten haben im Blick auf diesen Tabernakel gebetet. Dargestellt ist ein Moment aus dem Johannesevangelium (Joh 21,22). Wer möchte, kann ja mal die Bibel zur Hand nehmen und nachschauen, worum es da geht.

Und das gehört nun eigentlich gar nicht zur Überschrift: Ich bin wieder unterwegs. Und die anderen sechs Priester auch, jetzt oder morgen früh ganz zeitig müssen alle nach Moskau kommen, damit wir um 9.05 Uhr gemeinsam im Flugzeug nach München sitzen. Eine lange, bzw. kurze Nacht!
Morgen feiern wir in der katholischen Kirche den heiligen Josef. Eigentlich ist ja der "19." sein Tag. Aber weil heute Sonntag war, wurde das Heiligenfest verschoben. Das bedeutet auch, dass jene, die auf den Namen des Bräutigams der Gottesmutter getauft wurden, morgen Namenstag haben, nicht heute. Im Gegensatz zum Geburtstag, hat der Namenstag ja in erster Linie mit dem himmlischen Fürsprecher zu tun, dessen Fest die ganze Kirche feiert.