Samstag, 1. April 2017

Samstag zwischen Bürosessel und Autositz

Auch heute blieb mein Bürosessel nicht unverschont. Ich muss immer noch "nachsitzen", wegen der verschiedenen Reisen im März. Mittags aber war Schluß. Da konnte ich das neue Bild für unser Haus der Stille in Marx abholen. Der "sinkende Petrus" ist darauf dargestellt, wovon Matthäus in seinem Evangelium im 14. Kapitel, Vers 30 spricht. Das Original von Aivazovski, einem armenischstämmigen Maler des 19. Jahrhunderts, ist etwas kleiner. 
Anschließend war ich frei für drei ganz verschiedene Begegnungen, für die ich dankbar bin: Zuerst besuchte ich eine sterbende Frau, die schon half, als wir 1992 Ziegel für den Kirchenneubau in Marx abluden und aufstapelten. Sie ist schwer krank und hat starke Schmerzen, liegt im Wohnzimmer im Haus der Tochter auf dem Sofa.., Eine Stunde später war ich um ein geistliches Gespräch gebeten, wie es eigentlich eher in Exerzitien üblich ist. Hintergrund waren dann tatsächlich auch Geistliche Übungen, sogenannte "Exerzitien im Alltag", welche eine beachtliche Zahl von Laien in unserem Bistum jetzt in der Fastenzeit mitmacht, mit täglichen Impulsen über das Internet, mit Zeiten für Gebet ... Und schließlich hatte mich eine junge Familie mit zwei Kindern für abends 18.00 Uhr eingeladen. Ich hatte nicht erwartet, dass ich erst gegen halb 10 von dort aufbrechen würde. Im Auto nach Hause fühlte ich eine ähnliche Freude wie vor Jahren, als ich noch Pfarrer sein durfte.