Mittwoch, 10. Mai 2017

Katholische Seelsorge in Kasachstan


Der Tag der Bischöfe mit ihren Priestern und Ordensleuten aus ganz Kasachstan, Kirgisien und Usbekistan geht zu Ende. Schon reisen die Kongressteilnehmer, Männer, Frauen und Jugendliche aus Kasachstan, aber auch ausländische Gäste an. Ab morgen geht es um 100 Jahre Fatima. Mittelpunkt aller Veranstaltungen ist die (für hier und für uns) außergewöhnliche Kathedrale von Karaganda. Ein riesiger, zugegeben, auch schöner Bau. 
Das heutige Pastoraltreffen beschränkte sich auf Zeugnisse aus der Seelsorge, bzw. war diesen gewidmet, besonders der Jugend- und Familienpastoral. Auch ich war spontan gebeten worden, etwas zu sagen. Ich sprach über die Freundschaft - untereinander und mit Christus - das Fundament fruchtbarer Seelsorge, wie ich sie verstehe. Vor dem Abendessen gab es eine interessante Gesprächsrunde mit Kardinal Cordes.
Wie viele andere Gäste, bin ich in einem Hotel untergebracht. 10 Minuten Fußweg bis zur Kathedrale. Es ist zwar nicht der berühmte Stadtteil Maikuduk, aber doch KARAGANDA, eine möglicherweise unvergleichbar wichtige Stadt in der Geschichte der katholischen Kirche in der Sowjetunion. Das Lager, Märtyrer, großartige Familien, die Wolgadeutschen, heiligmäßige Priester, mutige Ordensschwestern im Untergrund ... Stichworte, die mir sofort dazu einfallen. Ich freue mich, wieder einmal hier sein zu dürfen.