Samstag, 27. Mai 2017

Himmelfahrt am 42. Tag nach Ostern

Der Weg war sonnig, während der Messe (15.00 Uhr) blitzte und donnerte es aber vor allen Fenstern in Syzran. Als ob der Himmel ein bißchen "mitspielen" wollte, beim Konzert der göttlichen Liturgie. Meine Predigthörer lenkte das Schauspiel merklich ab. Der wolkenbruchartige Regen auf Dach und Bäume übertönte zeitweise meine Stimme im holzgedämmten Raum. Weil Syzran Außenstation ist und hier nur einmal in der Woche eine heilige Messe gefeiert wird, hatten Pater Ezequiel, der Pfarrer, entschieden, daß wir heute Christi Himmelfahrt nacheifern, statt den Sonntag vorfeiern. Mit ihrer bekannten familiären Herzlichkeit versammelten sich nach der Messe alle zu Tee und Kuchen im Häuschen, das zum Kapellengrundstück gehört. Zwei Stunden dauerte anschließend die schnelle Fahrt nach Uljanowsk. Der Kaplan fuhr bei mir mit, was mich freute. Er ist Tadschike und stammt aus Duschanbe, wohin ich einst vom Dresdner Bischof ab 1. August 1990 für die Seelsorge in der Sowjetunion freigestellt worden war.