Dienstag, 6. Juni 2017

Ein Tag in der Stadt, die einst Stalingrad hieß

Den äußeren Rahmen des gesamten Tages bildete ein Ausflug mit meinen Gästen nach Wolgograd. Abfahrt 4.00 Uhr morgens, Rückkehr 23.00 Uhr abends. 383 km sind es von unserer Kathedrale bis zur Kirche der Nachbarpfarrei. Während die Bautzener, begleitet von einer Wolgograder Jugendlichen, die ein freiwilliges soziales Jahr in Osnabrück gemacht hatte, den berühmten Soldatenfriedhof in Rossoschka besuchten, begann für mich der Arbeitstag am Computer. Die Messe am heutigen Fest des heiligen Norbert feierte ich mittags in der Heldenstadt. Gestern hatte ich erfahren, dass eine unserer drei Ordensschwestern aus Wolgograd schon übermorgen zurück in die Heimat berufen wird. Ich freute mich sehr, ihr noch begegnen zu können und dankte ihr für die 10 Jahre ihres Lebens im Bistum Sankt Clemens. Der Memorialkomplex um Mutter Heimat, einer riesigen Stahlbetonstatue, herum, durfte auf Wunsch der Gäste nicht im Programm fehlen. Auf dem Rückweg nahmen wir uns Zeit für einen Zwischenstopp auf halber Strecke, in Kamyshin. Wo wir herzlich von Natascha empfangen wurden. Sie hält die priesterlose Gemeinde zusammen und kümmert sich auch um alles, was mit Bürokratie zu tun hat.