Dienstag, 13. Juni 2017

Im wolgadeutschen Hinterland

Es sollte ein Ausflug in die Geschichte werden. Die einstigen wolgadeutschen katholischen Dörfer Mariental (heute: Sovjetskoje) und Herzog (heute von der Landkarte verschwunden) waren unser Ziel. Nach dem Besuch vom deutschen Teil des Friedhofs und der Kirchenruine in Mariental verfuhr ich mich erstmalig in der Steppe zwischen den ehemaligen Dörfern. (Es gibt dort keine Straßen, nur Feldränder und Sandwege.) Arbeiter einer Gasförderanlage halfen uns schließlich zur nächsten "befestigten", löchrigen Straße. So schafften wir es bis Sorkino (ehemals: Zürich),  an die Wolga und zum Abschiedsbesuch ins Marxer Kloster. Morgen kehren meine vier Bautzener (Bautzen / Milkwitz) heim.
Heute Abend erwarte ich weitere Gäste: einen mexikanischen und einen indischen Priester.