Samstag, 10. Juni 2017

Samstagvormittagsbesuche


Früh am Morgen warteten die Schwestern von Mutter Theresa auf den Pfarrer und mich zur heiligen Messe. Sie haben ihre eigene Art, bei der Predigt "mitzugehen", sehr aufmerksam und lebendig. Für das anschließende Frühstück waren zwei Stunden vorgesehen. Wann sehe ich die Schwestern sonst schon! Wir wurden nicht fertig mit unserem Gespräch, da stand die nächste Begegnung an, nämlich mit dem orthodoxen Dekan für die ganze Republik Kabardino-Balkarien, Otijez Valentin. Wir trafen uns in der 2016 geweihten Kathedrale der Stadt. Der Ortsbischof mit Sitz in Pyatigorsk hatte seinen Segen für das Treffen gegeben. Es war eine angenehme Begegnung, an deren Ende sich der Priester in meiner Person beim Papst und der katholischen Kirche für die derzeitige Leihgabe der Reliquien des heiligen Nikolaus an die russisch-orthodoxe Kirche bedankte. Auf dem Heimweg machten wir noch einmal Station bei den Schwestern, in deren Hof ich ein Vogelnest mit fünf kleinen Amseln entdeckte. (Amseln gibt es an der Wolga nicht.) Die Berge, die wir am Morgen zumindest noch erahnen konnten, waren schon in den Wolken verschwunden.