Samstag, 8. Juli 2017

Nachholbedarf

In dieser Woche waren so manche Dinge liegen geblieben. Ich hatte sie nicht vor mir her geschoben, sondern war "mit ihnen unterwegs". Heute habe ich dann versucht aufzuholen, zu formulieren, zu entscheiden. Nicht alles ist gelungen. Das Vorwort für die nächste Ausgabe unseres Bistumsjournals war relativ schnell geschrieben. Der Besuch von Kardinal Staatssekretär Parolin in Moskau hat sich um eine Woche verschoben. Da wir Bischöfe uns mit ihm treffen werden, hat sich auch bei uns manches verschoben. Morgen endet die Zeit eines jungen Mannes aus unserem Bistum im Vorseminar. Kranke oder deren Verwandte meldeten sich schriftlich und am Telefon. Ein Priester scheint ins Zweifeln gekommen zu sein, ob er hier im Bistum Sankt Clemens bleiben möchte. Mein Gebet und meine Gedanken zogen mehrmals zum verstorbenen Kardinal Meisner und zu den Eucharistie-Schwestern beim Generalkapitel in Polen. 
Und weil es kein Bild vom heutigen Tag gibt, stelle ich ein "historisches" ein. Das sind die beiden Reliquien, die schon mehr als 20 Jahre im Altar der Marxer Pfarrkirche ruhen: vorn rechts eine der ersten Reliquien der am 18.4.1993 selig- und später heiliggesprochenen Ordensfrau Faustina Kowalska, hinten: ein Holzspan vom Sarg des seligen Jurgis Matulaitis, Gründers der Dienerinnen Jesu in der Eucharistie. Die Tradition von Reliquien im Altar stammt daher, dass die ersten Christen, zum Beispiel in Rom, Eucharistie auf den Gräbern ihrer Märtyrer in den Katakomben feierten. Auch heute noch sind Reliquien von Heiligen ein äußeres Zeichen der geistlichen Verbindung zum Himmel.