Sonntag, 27. August 2017

Schülersegnung u.a.

In Vertretung der Urlaubsvertretung verbrachte ich den heutigen Sonntag in meiner ehemaligen Pfarrgemeinde - 17 Jahre ist es her, dass ich hier Pfarrer war - in Marx. Es war der letzte Feriensonntag. Darum bekamen die Schüler, Studenten und Lehrenden einen besonderen Segen für das neue Schuljahr. Lena (Foto) war die einzige Schulanfängerin der Pfarrei in diesem Jahr. Die zweite Besonderheit im Gottesdienst am Vormittag war eine eher traurige: Wir verabschiedeten uns von Schwester Paulina, die in eine andere Niederlassung ihrer Ordensgemeinschaft, außerhalb des Bistums Sankt Clemens, überwechselt. Schon heute Abend geht ihr Zug, denn sie muss zu einer Versammlung nach Kasachstan. Ihren morgigen Geburtstag wird sie demzufolge ausschließlich unterwegs verbringen. 
Gespräche mit, bzw. dann auch der Besuch bei einem Kranken, ließen mich in tiefe Not und Enttäuschung von Menschen schauen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Ich bin dankbar dafür, dass wir sowohl in dem einen, als auch im anderen Gespräch zu einem guten Ende kamen, im ehrlichen Vertrauen darauf, das unser Leben in Gottes Hand liegt, und dass er uns - jeden - sehr gern hat. 
Da es bei Gott keinen Zufall gibt, ist es interessant, sich noch einmal daran zu erinnern, dass gerade im heutigen Sonntagsevangelium in den Kirchen die sehr persönliche Frage Jesu gelesen wurde: "Ihr aber, für wen haltet ihr mich?" Unsere Antwort besteht nicht aus Buchstaben, sondern aus den Stunden und Jahren unseres Lebens.