Mittwoch, 25. Oktober 2017

Gestern im Heute

Schon am frühen Morgen betrat ich wieder russischen Boden. Das Mittagessen in Saratow kochte ich mir selbst. "Personalmangel" würde die Begründung auf Deutsch heißen. Nun gibt es nur ein Thema, dass mich beschäftigen sollte: Die Fertigstellung der Dokumente für den Ad-Limina-Besuch Ende Januar / Anfang Februar 2018. "Bis Oktober" hieß es im Schreiben der Nuntiatur, solle alles eingereicht sein. Diplomatisch weit ausgelegt, bedeutet das, es bleiben noch sechs Tage.
Die Begegnung am gestrigen frühen Abend behält einen besonderen Platz im Gedächtnis, ich denke, aller, die daran teilnahmen. Papst em. Benedikt nahm sich in den Vatikanischen Gärten Zeit, um jeder der drei mich begleitenden Ordensschwestern einzeln und in Ruhe zuzuhören, um zu antworten und um zu fragen, schließlich auch mich. Seine väterliche Aufmerksamkeit und Güte trafen ins Herz und lösten große Freude aus. Es ist eine Gnade für die Kirche, ihn zu haben. Er betet für uns. Und wir wollen es für ihn tun.
Als Foto nehme ich eines der fröhlichen Bilder vom Heimweg nach jener Begegnung: Wir machten kurz Station in der Kapelle vom Haus Santa Marta, wo Papst Franziskus jeden Morgen heilige Messe feiert und ... predigt.