Samstag, 14. Oktober 2017

Sprech-Tag

Mein erster Tag in Rostow-am-Don ist persönlichen Gesprächen mit den Priestern gewidmet, nicht nur dem Ortspfarrer und den Salesianern. Auch andere im Dekanat nutzten die Gelegenheit. Einer brauchte am Morgen 5 Stunden im Auto, um bis nach Rostow zu kommen. Dennoch weit günstiger, als bis zu mir nach Saratow zu fahren! Ein anderer: Pater Raul aus Taganrog (links im Bild), der nur 60 km zu fahren hatte.
Schwerpunkt unserer Gespräche sind häufig "Projekte", das heißt, Ideen für die Bewältigung pastoraler Herausforderungen, die der materiellen Unterstützung bedürfen.
Ein nicht mehr im Dekanat tätiger Ordensmann, der nun Seelsorger in einer von sieben mit einem Priester besetzten Pfarreien auf der Krim ist, bereitet die Rostower Pfarrgemeinde auf die morgige 25-Jahr-Feier ihrer Wiedergründung vor. Er ist mit dem Auto gekommen. Außerdem ist der Kustos der Franziskaner (Conventualen) aus Moskau zur Feier angereist. Er stammt aus der Pfarrgemeinde.
Am Abend kamen weitere Festgäste hinzu: der (sogenannte) Inspektor unserer Salesianer, also der höhere Ordensobere für die in Russland tätigen Priester seiner Gemeinschaft, und ein weiterer Priester. Ein anderer legte 300 km zurück, weil er etwas Wichtiges besprechen wollte.
Schließlich, schon im mir zur Verfügung gestellten Zimmer, bemerkte ich, dass Gottes Sprechzeiten für heute noch nicht beendet sind. Es ist ein Unterschied zwischen dem, was ich tagsüber "im Gehen" mit ihm spreche, und dem, was ich in Ruhe mit ihm bespreche. Ich hab da noch Einiges für heute...