Montag, 27. November 2017

Erster Arbeitstag

Als ich mich heute Morgen zu verspäten schien, schickte der Generalvikar eine Anfrage per SMS, ob ich wohl heute noch auf Arbeit käme. Ich antwortete ihm im gleichen Stil - den wir beide nicht falsch verstehen, dass ich seit zwei Stunden unterwegs, aber aus der Wohnungstür noch nicht heraus sei. 
Dann begann das (bald wieder) Übliche: Dienstbesprechungen, Post, Anrufe, ... und Mittagessen in der Pfarrei. Da musste ich natürlich einen Blick in die Kirche werfen und schauen, wie weit die Arbeiten im Altarraum fortgeschritten sind. (Morgen kommt eine Gruppe Saratower Studenten im Rahmen ihres Studienprogrammes hier her.) Es macht einen interessanten Eindruck, was da langsam entsteht. Wie es aussehen wird, kann man sich dennoch vorerst nicht vorstellen, wenn man die Zeichnungen des Künstlers nicht kennt. 
Eben hörte ich meine Mitarbeiter nach Hause aufbrechen. Glücklicherweise konnte ich noch hinterherrufen, dass ich keine Schlüssel mithabe. Vergessen! Draussen ist es längst dunkel. Es liegt Schnee. Seit langem gehe ich wieder einmal in Saratow zur Kirche, jetzt gleich. Und anschließend erwartet mich Schwester Theresa, die neue Oberin der Eucharistieschwestern in Russland und Kasachstan, zu einem Gespräch, bevor sie morgen und in den kommenden Tagen eine ihrer weit entfernten Niederlassungen besuchen will.
Noch heute Abend versammeln sich in Marx die Priester und Ordensschwestern (auch ein Ordensbruder) des großen Dekanats Mittlere Wolga zu ihrem Quartalstreffen. Ich werde morgen zum Mittagessen dazustoßen, um zumindest alle begrüßen zu können.