Dienstag, 19. Dezember 2017

30 Jahre Diakon

Jener Tag war eine Wende in meinem Leben, auch wenn ich mich neun Jahre lang darauf vorbereitet hatte: Am 19. Dezember 1987 wurde ich von Weihbischof Weinhold aus Dresden in meiner damaligen Heimatpfarrei St. Bonifatius in Artern zum Diakon geweiht. Und ich bin es ja, Gott sei Dank, noch bis heute. Wege eröffnen im Gehen den Blick auf immer wieder Neues, nicht selten Unerwartetes. Ich freue mich, wie viel Schönes und unvorstellbar Gutes Gott mir schon auf diesem Weg gezeigt hat. Die Begegnung mit der Not anderer hilft von Zeit zu Zeit, eigene Ansprüche zu korrigieren. (Auch heute, ganz konkret.) Aber auch, dass Müdigkeit in ihren verschiedensten Variationen kommen kann, weiß ich aus zunehmend persönlicher Erfahrung. Was mit dem Öl im Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen gemeint ist, muss geklärt sein, bevor es nicht ausreicht. 
Gerade habe ich meinen Weihnachtsbrief an die Gemeinden (Hirtenbrief) geschrieben. In Verbindung mit dem heutigen Tag ... wird es im ersten Moment ungewöhnlich scheinen, wenn ich von Jesus als Diakon spreche, der in Betlehem geboren wurde.