Samstag, 16. Dezember 2017

Von Stöbern bis Stollen

Ein 24 Jahre altes Erstkommunionfoto aus Marx an der Wolga fiel mir zufällig in die Hände. Am 14. November 1993, eine Woche vor dem großen Fest der Kirchweihe, war diese Kindergruppe zur ersten heiligen Kommunion bereit. Vermutlich hatten wir darauf hin gearbeitet, damit sie dann an Christkönig unter denen sein konnten, die während der ersten heiligen Messe in der ersten neu geweihten katholischen Kirche Russlands seit 1917, das Sakrament der Liebe Gottes empfingen. Soweit ich auf dem Foto sehe und mich erinnere, stammten alle 12 aus Flüchtlingsfamilien aus ehemaligen Sowjetrepubliken der drei Jahre vorher zusammengebrochenen UdSSR. - Ein besonderer Segen lag, damals noch verborgen, auf der Gruppe: Zwei der Mädchen auf dem Bild sind später in Ordensgemeinschaften eingetreten und Schwestern geworden, ( 1. und 7. von rechts, mich mitgezählt).

Nun aber, nach dem Motto "Muße muss sein", nutze ich meine Reisefreiheit (Freiheit vom Reisen) aus und werde mal in der Küche nachschauen, welche Zutaten für einen Stollen fehlen. Der müsste doch heute endlich auf die Reihe, bzw. aufs Blech zu bekommen sein.

P.S. Schade, wieder zu spät angefangen. Mit Christstollen von der Wolga könnten wir doch noch ein paar Kirchen in Südrussland bauen. 😇 ... oder wenigstens die Kirchenheizung für eine der vorhandenen bezahlen.
P.P.S. Aus gegebenem Anlass: Wenn man ein Auto von vorn anschaut, sieht man auch nicht, wie lang es ist. Auf dem Foto - das sind zwei Stollen in der Backröhre, von vorn betrachtet. 😇 😇 😇