Dienstag, 12. Dezember 2017

Guadalupe - Saratow - Kalkutta

Die Webcamera in der Nähe der Start- und Landebahn des Saratower Flughafens zeigt, warum die Maschinen schon wieder einmal in Moskau stehen und nicht zurückfliegen können. Ich hatte Glück und kam noch fort, bevor sich in Saratow alles zuzog. (Nur was wird morgen, wenn ich zurück muß?)
Heute war ein großes Fest für unsere Schwestern aus Mexiko. Die Gottesmutter von Guadalupe wurde gefeiert. Den größten Marienwallfahrtsort, an der Peripherie von Mexiko-Stadt, besuchen jährlich ca. 20.000.000 Pilger. Das ist, glaube ich, fünfmal so viel wie in Fatima. Zur feierlichen Abendmesse in Saratow war ich schon nicht mehr anwesend. Mein Flug ging 18.30 Uhr. Darum übernahm Pater Diogenes die Pfarreinführung von Pater Ondrej, der ab heute offiziell mit der Seelsorge für unsere Saratower Katholiken betraut ist. Gestern war eine Einladung zum heutigen Tag der Verfassung gekommen, zu einer Veranstaltung beim Gouverneur. Auch das erledigte der Generalvikar, denn ich selbst hatte zwei wichtige (und sehr verschiedene) Gespräche mit Priestern auf der Tagesordnung, die von weit her zu mir gekommen waren, nämlich aus Ufa und aus Wolgodonsk. Für ein "Tages-Foto" blieb keine Zeit.
Zurück nach Moskau. Morgen vormittag habe ich mich mit der Generaloberin der Missionarinnen der Nächstenliebe (besser bekannt als Schwestern von Mutter Theresa) verabredet. Mithilfe eines unheimlich intensiven Reiseprogramms besucht Schwester Prema derzeit ihre Schwestern in den Regionen der ehemaligen UdSSR. Sie ist erst die zweite Nachfolgerin von Mutter Theresa und ... sie ist Deutsche, aus Westfalen. Wir treffen uns hauptsächlich deshalb, weil die Ordensgemeinschaft auch eine Niederlassung im Bistum Sankt Clemens hat, nämlich in Nalchik.