Samstag, 23. Dezember 2017

Richtung Weihnachten

Der Advent ist fast zu Ende. Morgen geht hier alles ziemlich zügig hintereinander vonstatten. Am Morgen die Messe vom 4. Adventssonntag in der Kathedrale. Kurzes Mittagessen mit einer Ordensschwester, die noch vor Neujahr von ihrer Gemeinschaft in eine andere Niederlassung versetzt wird. 17.00 Uhr Christmette in Marx. (Auch aus den Dörfern im Umkreis von 50 km werden die Leute kommen.) Dann eilends wie die Hirten zurück nach Saratow. 19.30 Uhr TV-Interview. (Obwohl die orthodoxe Kirche erst zwei Wochen später Weihnachten feiert.) 20.00 Uhr zweite Christmette, weil auch der Saratower Pfarrer auf einer Außenstation, in einer Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, sein wird, 200 km südlicher. Montag, 25.12.: Schul- und Arbeitstag. Ich hoffe, dass sich viele unserer katholischen Schüler und Berufstätigen frei nehmen. 
Bei uns gibt es jeden Tag eine Predigt in der Messe. Meine Begründung: Weil 70 Jahre nichts war und ein großer Nachholbedarf an Glaubenswissen besteht. Wir haben wenig Möglichkeiten dafür. Natürlich muß die Predigt nicht lang sein. Heute ging es im Evangelium um die Geburt Johannes' des Täufers. Meine zum 23. Dezember absichtlich kurze Predigt war über Maria, die scheinbar schon nicht mehr dabei war. (Wenn man rechnet: Elisabeth war im 6. Monat Schwanger, als der Engel Gabriel zu Maria in Nazareth gesandt wurde. Dann besuchte Maria Elisabeth und blieb ca. 3 Monate. Da hätte sie doch auch ein bißchen warten können...) Maria ist "still verschwunden". Stille statt "dabei sein"..., weil es Wichtigeres gibt. In der Richtung ging's.