Donnerstag, 25. Januar 2018

Mittagspause

Halbzeit für heute. Kleiner Spaziergang. Es wird Zeit, an die "Tage des gottgeweihten Lebens" zu denken, die in unserem Bistum jährlich um den 2. Februar herum stattfinden. Dazu lade ich immer alle Ordensschwestern und -brüder ein, die im Bistum tätig sind. 53 Anmeldungen liegen vor. Das Treffen beginnt am Tag meiner Rückkehr vom Ad-Limina-Besuch aus Rom, also am 5. Februar. Thematisch ist alles abgeklärt und vorbereitet. Nur der heitere Teil an einem der Abende bedarf noch einiger Ideen und Einkäufe. Es hat sich da so eine neue Tradition entwickelt, der zufolge eine "Schwester des Jahres" gekürt wird. Sowohl theoretisches Wissen, als auch praktische Fähigkeiten sind dabei entscheidend. Der kurze Spaziergang, gerade eben, hatte mit Dingen zu tun, die ich an besagtem Abend brauche. Meine Suche in den Geschäften war vorerst erfolglos. Wahrscheinlich muss ich jemanden einweihen und um Mithilfe bitten. Die Fußwege sind dieser Tage sehr glatt bei uns. Aber auch von oben droht Gefahr, wie man sieht (Foto). Es ist wie beim russischen Roulett: Gewöhnlich passiert einem nichts. 
Die zweite Tageshälfte verbringe ich in Marx. Ich warte nur noch auf eine Mutter mit zwei Söhnen, die heute früh vor 6.00 Uhr von dort mit dem Bus nach Saratow fuhr, weil eins der Kinder hier im Krankenhaus untersucht werden soll. - Gerade rief sie an, dass alles fertig sei. Nun kommen sie zu Fuß zu mir gestapft. Dann werden die drei hungrig sein. Und wenn das geklärt ist, nehme ich sie im Auto mit nach Marx.
Kleiner Nachtrag für "Inkulturierte", bzw. nicht für Choleriker: Es ist Monate her, dass ich in Saratower Läden nach Messwein gesucht hatte. Das ist nicht so einfach, besonders in den letzten zwei Jahren. Heute stehe ich also vor einem Regal, der Verkäufer daneben. Die Auswahl - nicht schlecht. Ich dachte noch: "Lass mich mal in Ruhe suchen und schwatz' mir keine Ladenhüter auf!" Und er blieb wirklich still. Erst als ich in Ruhe zwei Flaschen ausgesucht hatte und ihn bitten wollte, dass er sie mir abnimmt, sagte er: "Heute verkaufen wir keinen Alkohol." - "Und warum das?" - "Heute ist in Russland Tag der Studenten."