Montag, 15. Januar 2018

Zurück in Saratow für dreieinhalb Tage

Nur sechs Stunden dauert die Bahnfahrt von Tambow nach Saratow, aber die Abfahrt mitten in der Nacht macht das Unternehmen doch nicht so erstrebenswert. Im grauen Morgen erreichte ich den Stadtrand von Saratow (Foto), 40 Minuten vor Ankunft am Bahnhof. Die wichtigste Post habe ich inzwischen erledigt. Mehr ist auch nicht drin, denn am Abend habe ich ein Treffen mit Jugendlichen in Marx, während schon der erste von sechs Dekanen anreist. Morgen, zum Abend hin, beginnt unsere gemeinsame Sitzung. Ich möchte mit den Vertretern der verschiedenen Regionen des Bistums über ein Thema nachdenken, das uns das Jahr über in der Seelsorge begleiten könnte, und über die Ende April geplante Pastoralkonferenz, auf die wir uns alle schon freuen.

Das war ein sehr schöner Abend. Wir haben mit Jugendlichen zusammen versucht, in der Heiligen Schrift zu lesen und hinzuhören "auf die Stille". Eine dreiviertel Stunde verging wie im Fluge. Und wir werden uns wieder treffen und weiter lesen. Die anschließende Haussegnung und das späte Abendessen wirkten wie der Nach- oder Ausklang der Begegnung mit Gott, der in den Worten des Evangeliums näher ist, als die Hand dem Herzen sein kann, und der in jenen Worten aktueller ist, als die letzten Nachrichten. Weil die letzte Nacht kurz war und es weit später geworden ist als geplant, bleibe ich über Nacht in Marx. Gut, dass das immer unkompliziert möglich ist.