Montag, 5. März 2018

25 Jahre alte Mütze

Das neue Profilbild, in der Abendsonne am Baikalsee... Sie war eines der größten Geschenke, die ich in den ersten Jahren in Russland bekam: eine echte Uschanka (Wörterbuch: "eine auch für extrem kalte Wetterverhältnisse geeignete Kopfbedeckung"). Im Laufe der Zeit wurde sie immer enger. Dann blieb sie im Schrank liegen. Erst Schwester Emilia, die sich jetzt um den Haushalt bei mir kümmert, hatte eine Idee. Die war so erfolgreich, dass mir die Mütze an den ersten Tagen über die Ohren rutschte. Jetzt passt sie wieder. Für die Tage in Sibirien war das gerade noch rechtzeitig.
Heute war also der Hausaufgabentag nach "Irkutsk". Natürlich ist das Büro keine Einsiedelei. Ich habe nicht gezählt, wie oft etwas dazwischen kam, aber für die ersten Anzeichen eines psychosomatischen Stressverhaltens hatte es gereicht. Eine nette Situation zum Abend hin, nahm dem dann den Wind aus den Segeln: Statt beim Notar Schlange stehen zu müssen, wurde ich gebeten "Gehen sie durch. Sie werden schon erwartet." In der Amtsstube unterschrieb ich ein paar Papiere, umgeben von einer Wolke von Freundlichkeit. Kaum zu glauben, dass es sowas gibt.