Samstag, 17. März 2018

Auf dem Weg nach Hause - angekommen

Es war weniger ein Entscheidungsprozess als die Frage "Wie?" Und ich hatte zwei Tage lang keine Antwort, denn ich konnte manches nicht verschieben. Heute früh ging dann alles sehr schnell. Und nun habe ich Südrussland hinter mir gelassen und bin unterwegs zu meiner Mutter, der die Ärzte nicht mehr viel Zeit geben*. Ich sitze in Moskau und warte noch vier Stunden auf den Weiterflug nach Deutschland.
Eine einfache, fromme Frau aus dem Bistum Sankt Clemens, die es schwer hatte im Leben, schickte mir vor einer Stunde eine SMS hinterher: "...Sie geht sofort in den Himmel. Hundertprozentig. Ich bin überzeugt."
Besonders jene, die meine Mutter kennen, bitte ich, mit meinen Geschwistern, deren Familien und mir für sie zu beten. Viele, viele katholische Christen in Südrussland begleiten meine Mutter dieser Tage mit ihrem Gebet. Ihr Verdienst für das Bistum Sankt Clemens kann wahrscheinlich keiner ausreichend ermessen. Das, was wir viele Jahre lang mein "Büro in Deutschland" nannten, blieb auch nach "Dienstschluß" offen für Nöte und Anliegen vielfältigster Art.
*) Dank unserer guten Eltern wissen wir: Zeit ist nicht das Letzte.

Ich war irgendwo am Himmel über Polen, da hat sie der Herr nach Hause gerufen. Heute Nachmittag halb fünf ist unsere liebe Mutter verstorben. Herr, gib ihr die ewige Ruhe... Amen.