Mittwoch, 7. März 2018

Morgen "Frauentag" - Übermorgen "24 Stunden für den Herrn"

Ein Bild vom Weg zur Arbeit, wo es heute ruhig und doch wie am Fließband zuging. Ruhig - denn wir arbeiteten nur zu zweit. Der Generalvikar kommt erst am späten Abend aus Kazan zurück. Eine der beiden Schwestern (Sekretärinnen) ist zu Exerzitien. Wie am Fließband - denn der Postberg quillt selbst aus der Aktentasche, wenn schon mal etwas weniger per E-Mail oder herkömmlicher, "richtiger" Post herein kommt. Morgen ist Internationaler Frauentag. Arbeitsfrei in Russland. Für viele der drittgrößte Feiertag im Laufe des Jahres, nach Neujahr und 9. Mai (Tag des Sieges). Darum wurde heute vielerorts "verkürzt" gearbeitet, oder schon gar nicht. Trotz frostiger Temperaturen, sah man auf den Straßen immer wieder Leute mit Blumensträußen in den Händen. 
Beinahe zu spät, wurde ich auf die sogenannten "24 Stunden für den Herrn" aufmerksam. Seit 2014 bittet Papst Franziskus jeweils von Freitag zu Samstag vor dem 4. Fastensonntag (den man auch "Laetare" - "Freut euch!" nennt), sich der Barmherzigkeit Gottes bewußt zu werden, durch den Empfang des Bußsakramentes, durch stilles Gebet (eucharistische Anbetung) und andere Formen der Begegnung mit dem Herrn. Heute vormittag lud ich Priester und Ordensleute meiner Diözese, die ebenfalls etwas spät dran waren, zu einer 24-stündigen Gebetskette ein, mit der wir uns an Franziskus und die Kirche auf der ganzen Welt anschließen könnten. Bis zum Abend war die in 48 Spalten gegliederte Tabelle gefüllt. Darüber habe ich mich sehr gefreut. In manchen unserer Gemeinden sind die "24 Stunden für den Herrn" schon Tradition. Unabhängig von uns heutigen Nachzüglern, habe ich dieser Tage schöne Zeugnisse geistlicher Erneuerung von dort bekommen.