Sonntag, 25. März 2018

Palmsonntag in Krasnodar


Von allen Pfarrgemeinden im Bistum, ist Krasnodar die mit dem größten "Fuhrpark". Ich meine: Nirgends kommen so viele mit dem eigenen Auto zur Sonntagsmesse wie hier. Mit der Größe der Stadt hat das ein wenig zu tun, mit den wirtschaftlichen Lebensumständen der Region erst recht. Hier im Süden herrscht ein sehr gutes Klima für die Landwirtschaft. Außerdem ist Krasnodar Gebietshauptstadt einer Region, zu der u.a. die russische Schwarzmeerküste gehört. Viele der hiesigen Katholiken sind Armenier, was bei den Gottesdiensten auffällt. Die Kirche war am Morgen überfüllt. Alle Altersgruppen waren reichlich vertreten. Nach der Messe lernte ich Kinder kennen, deren Familie aus Kasachstan zugezogen ist. Und nach dem Mittagessen bei den Schwestern war ich von einer guten Bekannten eingeladen, die einst in Marx ihren Weg in und mit der Kirche begann. Nun erwarten wir die ersten Priester der Süddekanate, die sich zum Übernachten angemeldet haben.


Meine Anwesenheit schon heute am Palmsonntag in Krasnodar, war ein Angebot, von dem einige der Pfarrer hier aus dem Süden des Bistums Gebrauch gemacht haben: Sie kamen am frühen Abend, um Angelegenheiten ihrer Gemeinden mit mir zu besprechen. Anschliessend blieb ein wenig Zeit, um mit ihnen allen zusammen zu sitzen. Man kann sich vorstellen, dass solche Gelegenheiten bei unseren Entfernungen sehr selten sind. Der letzte - für heute - kam kurz vor Mitternacht. Die anderen erwarten wir morgen früh: Es fehlen noch Taganrog, Novoczerkassk, Rostow und Stavropol.