Dienstag, 27. März 2018

Was als nächstes dran ist

Der Pfarrer aus Astrachan bleibt noch bis zum Abendessen. Dann begibt er sich auf die 12-Stunden-Bahnfahrt nach Hause. Alle anderen sind schon unterwegs, Hunderte und teilweise über 1.000 km im Auto. 
Für mich ist es höchste Zeit, an den Hirtenbrief zu Ostern zu denken. Am größten christlichen Fest im Laufe des Jahres ist es gut begründete Tradition, dass die Bischöfe den Gläubigen in ihren Bistümern einen Gruß schreiben. Thematisch soll es um das inoffizielle Thema für die Seelsorge in unserem Bistum gehen, das sich für 2018 mit dem einen Wort "Freude" auf den Punkt bringen läßt. Wie eine solches Thema in unserer verrückten Welt noch ernsthaft Platz haben kann, das ist eben die ... Herausforderung an unseren Glauben. Ver-rückt wurden z.B. die Kardinaltugenden in ihrer einst unbedingten Reihenfolge von Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Maß. Verrückt scheint es, dass eine überwunden geglaubte Mentalität von "Auge um Auge" zurückkehrt, die nichts mehr vom Nachgeben des Klügeren wissen will. Als Christen Leben wir nicht in einer Scheinwelt, auch innerlich nicht. Die tägliche Realität - zu der auch unsere Grenzen gehören - ist eine Herausforderung, der wir uns stellen wollen, ohne die Freude dabei zu vergessen, im Gegenteil. Haben wir doch etwas mit dem wahrhaft Auferstandenen zu tun, oder? 
Foto: Mein Nachbarhaus in Saratow. Bedeutet der festgetretene Pfad etwa, dass da jemand wohnt?