Mittwoch, 18. April 2018

Caritas Kinderzentrum an der Wolga

Als ich zum Hoftor einschwenkte, lief ein Schulkind vor mir in gleicher Richtung. Das Mädchen hörte den Motor nicht, und ich wollte sie nicht erschrecken. Dann bemerkte sie mich doch, freute sich und begrüßte mich. Eine vom Kinderzentrum. Ich kenne leider nicht alle Namen. "Haben Sie ein Bonbon dabei", wollte sie wissen. "Du hast wohl noch nicht zu Mittag gegessen", fragte ich scherzend zurück. Das aber verging mir gleich, als ich genauer in das blasse Gesicht schaute und die müde Antwort "nein" hörte. "Komm, wir gehen schauen, was es im Pfarrhaus gibt", schlug ich vor. Kurz darauf fielen mir die vielen Verhaltensregeln ein, die nun schon beinahe in aller Welt zu beachten sind, wenn man man mit Kindern allein ist.
Später trafen wir uns im Kinderzentrum neben der Kirche wieder. Dort ist heute "Kontrolle". Schwester Maria aus Orenburg (Foto links oben) ist verantwortlich für das große und schöne Projekt aller Caritas-Kinderzentren im Bistum Sankt Clemens. Sie ist für ein paar Stunden gekommen, um nachzuschauen, Rat zu geben, Impulse mitzunehmen. 
Außer dem in Marx, liegen auch unsere Kinderzentren in Astrachan und Wolgograd "an der Wolga". Die anderen haben eher mit Bergen zu tun, mit dem Kaukasus und dem Ural.