Mittwoch, 23. Mai 2018

Kurzer Eintrag zu einem langen Tag

Mons. Stieckewicz aus Minsk ist bei mir zu Besuch. Noch gestern, spät abends sprachen wir über seine Eindrücke vom - und Ideen zum Kirchenneubau in Uljanowsk. Heute vormittag hatten wir unser Gespräch beim Marxer Bürgermeister, kurz und bündig. Gut, dass mich der baukundige Prälat und Oksana, unsere Caritasdirektorin begleiteten. Dann schauten wir uns die seit einem Jahr leer stehende Berufsschule an. (Foto links.) Zu groß für meinen Traum vom Altersheim! Zwar haben wir noch keine Dokumente gesehen, aber ich schätze, dass es mehr als 4.000 Quadratmeter sind, die da der Sanierung und des Umbaus bedürfen. Schade! Das schöne, große Grundstück liegt ganz in der Nähe unserer Kirche.

In Saratow wollten wir uns dann gleich an die zweite Sache machen: Wir brauchen da Rat bei Reparaturarbeiten an der Kathedrale. Das Flachdach macht wieder mal Probleme. In der Kirche erzählte Pater Ondrej, unser Pfarrer, gerade einer Schulklasse etwas über Religion, Jesus Christus und Kirchen. Das gibt es oft, dass Lehrer anfragen und mit Kindern kommen. (Foto rechts.) Die Kirche war halb voll.

Später am Abend, als sich die Luft auf 23 Grad abgekühlt hatte, lud ich unseren Gast und Pater Diogenes, der gerade von einer 1.000-km-Strecke aus Ufa zurückgekommen war, nach dem Essen zu einem Spaziergang hoch über der Stadt ein (Foto unten).

Den Besuch in Marx wollte ich heute auch nutzen, um mich bei der Polizei zu melden, wie das Ausländer einmal im Jahr tun müssen. Dort stand ich in der Warteschlange vor einer verschlossenen Stahltür in einem Latex-gestrichenen Treppenhaus an, bis einer nach dem anderen fort ging. Die machten heute nicht auf. Keiner von uns, die da standen, wußte warum.