Freitag, 18. Mai 2018

Über Moskau im Norden nach Pyatigorsk im Süden

Das ist der übliche Weg, wenn ich in eine unserer Gemeinden fliege: erst nach Moskau, und von da dann dorthin, wohin ich eigentlich will. Vielleicht war es heute morgen schon das letzte Mal, dass ich in einer Saratower Yak-42 flog. Per E-Mail kamen tagsüber jedenfalls panische Nachrichten darüber, dass die Fluggesellschaft auch schon vor dem voraussichtlichen Schliessungsdatum Ende Mai Probleme haben könnte, alle Verpflichtungen zu erfüllen. In Moskau war so viel Zeit beim Umsteigen, dass ich alle heutige Post beantworten konnte, die am Morgen schon im (E-Mail) Postfach war. Weiter ging es kurz vor zwölf mit einer supermodernen Maschine in den Kaukasus, was aber nicht heißt, dass wir um die fast zweistündigen Turbulenzen in der Mittagsluft herumkamen. 
Das Schönste heute war die Abendmesse in der alten katholischen Kirche von Pyatigorsk, die den hier Ansässigen Jahrzehntelang nur als Philharmonie bekannt war und deshalb nur unter großen Schwierigkeiten wieder schrittweise von uns genutzt werden durfte. Heute haben wir das alleinige Nutzungsrecht. So ungefähr 12-15 Leute waren zur einfachen Messe am Freitagabend gekommen. Während wir beteten, standen mir die früheren Seelsorger der Gemeinde sehr lebendig vor Augen, besonders der schottische Pater Steve, aber auch Marek, Andrzej u.a. Es scheint häufiger zu werden, dass die (20) Jahre, die ich das Bistum inzwischen bereise, gegenwärtig werden, wenn ich Gemeinden erneut besuche. Hier in Pyatigorsk ist mein letzter offizieller Besuch (nicht auf der Durchreise) drei Jahre her. Im Anschluss an die Messe kam es zu einem für mich sehr interessanten Gespräch, dessen Thema aber nichts für's Internet ist. Und zum Ausklang des Tages setzten wir uns noch ein wenig zu Hause bei den Oblatenpatres Pawel und Wojciech zusammen.