Mittwoch, 6. Juni 2018

Der heilige Norbert und Russland

Pause an der Wolga (gestern)
Der 6. Juni ... Fest des heiligen Norbert von Xanten (gest. 1134 als Bischof von Magdeburg), in Russland ziemlich unbekannt. In Saratow feiern wir ihn trotzdem, denn: 
1) Wir haben im Bistum Prämonstratenserinnen, also Ordensschwestern, deren Gründung auf den heiligen Norbert zurückgeht. Sie leben in Wolgograd.
2) Alle vier deutschen, im Bistum tätigen Priester sind "Norbertiner", also Absolventen des Vorseminars Norbertinum in Magdeburg. Der Tabernakel der einstigen Seminarkapelle befindet sich heute bei uns in Marx an der Wolga.
3) Ich habe gerade einen Studienfreund, namens Norbert zu Besuch. Tagsüber bin ich zwar auf Arbeit. Aber am Morgen feierten wir gemeinsam die heilige Messe in unserer immer schöner werdenden Kathedrale, und am Abend werden wir gemeinsam essen. 

Aus dem Schott-Messbuch: "Norbert stammte aus Xanten am Niederrhein, wo er um 1082 geboren wurde. Wegen seiner adligen Herkunft machte er als Kleriker schnelle Karriere (Kanoniker in Xanten, Domherr in Köln, Hofkaplan Kaiser Heinrichs V.). Um 1115 begann er, einer jähen Todesgefahr entronnen, ein Leben der Buße, des Gebets und der Arbeit im Geist der kirchlichen Reform. Seine Rednergabe und der Ruf eines Propheten und Wundertäters brachten ihm viel Erfolg, verschafften ihm aber auch Gegner. 1120 begann er mit dreizehn Schülern das gemeinsame Leben im Tal von Prémontré; 1121 legte die inzwischen auf vierzig Personen angewachsene Gemeinschaft die Gelübde auf die Augustinusregel ab. Aus dieser Gründung entwickelte sich der Prämonstratenserorden, der sich rasch ausbreitete und neben den Zisterziensern großen Einfluss gewann. Norbert selbst nahm nach der Gründung von Prémontré seine Predigttätigkeit wieder auf und zog durch Frankreich, Belgien und Deutschland. 1126 erhielt er in Rom die Bestätigung seines Ordens und wurde zum Bischof von Magdeburg ernannt. Er starb 1134." Ausführlicher hier.