Dienstag, 3. Juli 2018

Einer bleibt - einer fliegt

Mindestens einer von uns beiden ist immer im Büro, der andere - (zumindest häufig) unterwegs im Bistum. Diese Abmachung hatte ich mit Pater Diogenes getroffen, als er Generalvikar wurde. Und die Regelung bewährt sich. Besuche in Pfarreien, bei Ordensgemeinschaften und - wichtig - bei Priestern, die sich in der Seelsorge mühen, sind von großer Bedeutung. Es geht dabei einerseits darum, dass wir in unserem weitläufigen Diasporabistum alle gemeinsam an einem Tau-Ende ziehen, andererseits aber auch um Unterstützung, die auf Freundschaft gründet. Sicher gibt es hier und da Mängel, wer aber zum Beispiel unsere "Truppe" am 29. April in der Dresdner Hofkirche erlebt hat, kann sich vorstellen, was ich meine. 
Gerade habe ich mit Pater Diogenes telefoniert. Er besucht einen Priester, der in einer sehr kleinen Pfarrgemeinde, knapp 700 km von hier lebt. Veränderungen bahnen sich an ... Eigentlich wollte der Generalvikar schon heute zurückkehren. Vor Ort aber ließ er sich davon überzeugen, dass es besser sei, erst morgen früh den Heimweg anzutreten. Das macht er gut so, nicht nur wegen der Hitze auf den Straßen.
Am Wochenende werde ich es dann sein, der verreist, nämlich in eine unserer westlichsten Pfarreien, nach Belgorod, kurz vor der ukrainischen Grenze. Leichter Termindruck zwingt mich zu fliegen. (Das Navi fürs Auto zeigt 11 Stunden Fahrzeit an.) Am Wochenende danach besuche ich unsere Pfarrgemeinde in Sotschi am Schwarzen Meer*, und wieder ein paar Tage später, bin ich beim Jugendtreffen am Baikalsee**. (Nur zum Spass: Das Navi rechnet dorthin mit 61 Stunden ununterbrochener Fahrzeit.)

*) Wassertemperatur 23 - 29 Grad,
**) Wassertemperatur 17-19 Grad.