Mittwoch, 11. Juli 2018

Papst Franziskus kommt vom 22.-25. September ins Baltikum

Wenn der Papst im September ins Baltikum reist, werden auch Pilgergruppen aus Russland dabei sein. Vieles verbindet uns mit der Kirche dort. Im 20. Jahrhundert, als auch Litauen, Lettland und Estland zur Sowjetunion gehörten, spielte die katholische Kirche im Baltikum eine oft sogar entscheidende Rolle im Leben der in den Untergrund gedrängten und verfolgten Christen Russlands und Mittelasiens. Es war eine Zeit der Märtyrer und starker Glaubenszeugnisse. Priesterausbildung war dort an der Ostsee noch möglich, wenn auch unter schwierigen Bedingungen. Ordensgemeinschaften im Untergrund entsandten Mitglieder bis hin nach Sibirien, Kasachstan und Tadschikistan, u.a. auch an die Wolga! Christliche Literatur wurde auf einfachste Art herausgegeben und vervielfältigt. Den Verantwortlichen drohten viele Jahre Lagerhaft und Schlimmeres. Delegationen katholischer Christen flogen tausende Kilometer nach Riga, Kaunas und Vilnius, um dort um einen Priester zu bitten. - Das alles ist nicht der Grund, warum der Papst in die drei Baltischen Staaten reist, aber für uns ist es ein Grund, dabeizusein. Von Moskau und Sankt Petersburg aus fahren Sonderbusse. Jeder (der das Geld dafür hat) kann sich anschließen. Ich selbst werde einen Tag an diesem Fest des Glaubens teilnehmen, nämlich am 24. September in Aglona (siehe Programm). Und hier das Programm der Papstreise, das ich bei Radio Vatikan gefunden habe:

Franziskus startet seinen Besuch im Baltikum im südlichsten der drei Länder, Litauen, und arbeitet sich von dort nach Norden vor. Zwei Tage sind für Litauen vorgesehen, zu dessen Hauptstadt Vilnius der Papst jeden Abend seiner viertägigen Reise zurückkehren wird.
In Vilnius trifft der Papst nach seiner Ankunft am Samstag, den 22. September, den Staatspräsidenten zum Höflichkeitsbesuch. Nach einer Begegnung mit den Autoritäten, der Zivilgesellschaft und dem diplomatischen Corps besucht der Papst das Marienheiligtum Mater Misericordiae. Vor der Kathedrale begegnet er am späteren Nachmittag Jugendlichen.
Gebet im ehemaligen KGB-Quartier
Den Sonntag verbringt Franziskus in der litauischen Stadt Kaunas, die noch nie einen Papst empfangen hat. Am Vormittag feiert er eine große Freiluftmesse im Santakos-Park. Nach einem Mittagessen mit den Bischöfen begegnet der Papst Priestern, Ordensleuten und Seminaristen in der Kathedrale. Danach geht es zurück nach Vilnius, wo Franziskus das „Museum der Besetzung und des Kampfes für die Freiheit“ besuchen und dort ein Gebet sprechen will. Das Museum ist in dem Gebäude eingerichtet, in dem während der Sowjetzeit der russische KGB sein Hauptquartier unterhielt.
Höhepunkt: Heilige Messe in Aglona
Am Montag, dem 24. September, bricht der Papst in die lettische Hauptstadt Riga auf. Nach dem Höflichkeitsbesuch beim Staatspräsidenten und der Begegnung mit Autoritäten und dem diplomatischen Corps ehrt der Papst das Freiheitsmonument Lettlands mit Blumen. Im Dom zu Riga ist eine ökumenische Begegnung vorgesehen. Nach dem Mittagessen mit den Bischöfen fliegt der Papst im Hubschrauber nach Aglona und hält im dortigen Marienheiligtum eine Heilige Messe, ehe er nach Vilnius zurückkehrt.
Begegnung mit Jugendlichen christlicher Konfessionen
Der letzte Tag der Papstreise im Baltikum gilt Estlands Hauptstadt Tallinn. Auch hier besucht Franziskus erst den Staatspräsidenten und begegnet den Autoritäten und der Zivilgesellschaft. Danach empfängt er in einer ökumenischen Begegnung Jugendliche der christlichen Konfessionen. Das Mittagessen nimmt der Papst mit seinem Gefolge im Kloster der Birgittinnen ein, danach trifft er in der Kathedrale von Tallinn Bedürftige und ihre katholischen Helfer. Der letzte große Programmpunkt ist eine Heilige Messe auf dem Platz der Freiheit. Danach fliegt der Papst zurück nach Rom, wo er gegen 21:20 Uhr erwartet wird.

Gruppen und Priester können sich übrigens unter diesem englischsprachigen Link für die Messe am 24. September anmelden: Aglona