Freitag, 7. September 2018

Besuch im Kloster Fiagdon

Es ist aller Wahrscheinlichkeit nach das höchstgelegenste orthodoxe Männerkloster in Russland. 13 Mönche leben hier in den Bergen Nordossetiens im Mariae-Himmelfahrtskloster, kurz vor der Grenze zu Georgien. Nach der gutbesuchten Messe am Morgen, fuhren wir mit Pater Janusz, dem Pfarrer hinaus und wurden dort sehr brüderlich vom Stellvertreter des Hausoberen empfangen. Das Kloster ist keine 15 Jahre alt und noch "im Werden", was besonders die Kirche betrifft. Langsam geht die Bemalung mit wunderschoenen Fresken von statten. Die Arbeit ist schwer und teuer, laechelte der Moench. Gastfreundlich servierte er uns im Refektorium des Klosters einen typischen Kräutertee aus den Bergen. Ingwer dazu, damit wir nicht krank würden. Womit sich die Moenche tagsueber beschaeftigen, fragte ich. Sie haben viel Haus- und Landwirtschaft, bekam ich zur Antwort. Zweimal am Tag beten sie gemeinsam. Es wohnen auch Gaeste hier, die Ruhe suchten. Sie halten sich an die Klosterordnung und arbeiten mit. Ein Mann zum Beispiel lebt so schon seit zwei Jahren hier im Kloster. Orthodoxe Kloester unterstehen dem jeweiligen Ortsbischof. (Es gibt ja keine Ordensgemeinschaften "paepstlichen Rechts", wie das bei uns nicht selten der Fall ist.)
Trotz regnerischen Wetters bekam ich auf der Rueckfahrt die Schoenheit Ossetiens zu sehen. Am Abend erwarten wir die beiden Priester aus der Nachbarpfarrei in Naltschik. 100 km liegen zwischen Naltschik und Vladikavkaz.