Donnerstag, 18. Oktober 2018

Bevor die Sonne sinkt, ...

Den Donnerstagabend verbringe ich nach Möglichkeit in Marx, wenn man so will, seit 27 Jahren. So auch heute.


Gut, noch kurz dazu, was es tagsüber so gab. Im Großen und Ganzen war es ein Hausaufgabentag nach der gestrigen Sitzung. Auch nutzte ich die Tatsache, dass Pater Diogenes auf Arbeit (und nicht auf Dienstreise) war, um zwei Entscheidungen mit ihm vorzubereiten. Manchmal braucht es ein paar Gespräche an verschiedenen Tagen, bis ich sagen kann: gut, so machen wir's.
Eine große Freude war es, als mein Handy klingelte, eine unbekannte Nummer anzeigte, ich abnahm, und mich vom anderen Ende Pater Waldemar begrüßte. Nach ein paar Jahren in Kaliningrad (Königsberg), ist der Franziskaner zu uns ins Bistum zurückgekehrt. Er ist wieder Pfarrer in Astrachan. Ich freue mich sehr darüber.
Und damit es nicht zu idyllisch klingt, auch etwas aus der bedrückenden Kiste: Unsere Caritasdirektorin wurde unverhofft zur Steuerbehörde bestellt und befragt ("verhört"). Thema Schließung und Neueröffnung der Diözesancaritas. Klingt verdächtig, ist aber rechtens, im Grunde eine Sache auf Initiative des Justizministeriums. Das größte Problem dabei ist die Vielzahl solcher und ähnlicher Kontrollen, die sehr müde machen können. Ich meine, was den Enthusiasmus und die Motivation unserer Mitarbeiter betrifft. Und eine andere Sache: In einer Stadt wurde das Haus, in dem sich unsere katholische Gemeinde zum Beten versammelt, mit einer gefälschten Vollmacht verkauft. Das ist ein ernstes Problem in der Realität, in der wir uns befinden.