Sonntag, 7. Oktober 2018

Missionarische Kirche?

Draußen scheint wieder die Sonne. Heute geht es nach Blagoveshenka, das Herz der Gemeinden in Kabardino-Balkarien. Erst spät am Abend kehren wir zurück. 
Am gestrigen Abend, als die Jugendlichen langsam - wirklich sehr langsam - nach Hause aufgebrochen waren, saßen wir mit den Patres noch lange am hölzernen Küchentisch und sprachen über pastorale Aufgaben. Ich ließ mich ausfragen, denn außer "unseren beiden" Priestern, ist deren Oberer aus Frankreich zu Besuch. Die Mission gehört immer zum Christsein dazu. Wie aber unterscheiden wir uns von denen, die auf Emotionen, Wortgewandheit oder methodisch ausgetüftelte Reklame setzen? Mir persönlich scheint, dass die Seelsorge in unseren Gemeinden weiter und weiter führen muß. Ziel sind "gereifte", "erwachsene" Christen, die tatsächlich beten können und es gern tun, deren Motivation im Handeln aus einer persönlichen Beziehung zu Gott kommt. Wo die noch fehlt, ist Christsein Folklore oder Ideologie. Ist diese lebendige Beziehung aber da, wirkt sie wie von allein und ist die hoffnungsvollste Mission.
Zum Foto: Verzeihung! Die Lampe und ihr Lichtschalter im Treppenhaus haben's mir angetan.