Sonntag, 7. Oktober 2018

Überall zu Hause

Im Kaukasus geht es immer besonders herzlich zu. Das kann ich nun, 2 Minuten vor Mitternacht, auch vom heutigen Tag in Blagoveshenka sagen. Schön war bei der Anreise, dass die gesamte Bergkette des Nordkaukasus zu sehen war, einschließlich des Elbrus. Den ersten Stop im Dorf machten wir bei einer syrischen Flüchtlingsfamilie. Es folgten Gespräche mit Einzelnen, mir seit vielen Jahren Bekannten, kein Bla-Bla. Dann die Messe in der Dorfkirche, dann Mittagessen mit allen, worunter sich auch der orthodoxe Pfarrer befand. Während fast alle Kinder zum Reiten auf den kircheneigenen Pferden strömten, fragten mich Jugendliche und Erwachsene über den (oder: das) Glauben aus. Abschlussgebet in der Kirche, Heimfahrt im Bus nach Naltschik... 2.35 Uhr geht mein Flug von Mineralnye Vody nach Moskau. 
Eine Anekdote aus dem Leben. Ich hatte für Samstag um ein Treffen mit der Stadtverwaltung gebeten. Bis Freitagabend war die Antwort nicht da. Unsere Sekretärin rief dort an und bekam zur Antwort: Wir haben Ihnen die Antwort mit der Post geschickt. Sie darauf: Sie ist aber noch nicht angekommen. Können Sie mir nicht sagen, was drin steht? Antwort: Nein. Dann fragte sie direkt am Postamt nach, wie lange ein Brief innerhalb der Stadt unterwegs ist. Antwort: 3 Tage.