Montag, 5. November 2018

Herbstversammlung

Ad Limina Besuch der Russischen Bischofskonferenz in Rom, Januar 2018
Scheinbar bin ich ihn immer noch nicht los, den "Reise-Virus" der vergangenen Wochen und Monate. Ab übermorgen tagt unsere kleine Bischofskonferenz in der "Zweiten Hauptstadt" Russlands, in Sankt Petersburg. Ich fliege schon heute, weil ich mir morgen Zeit für unsere zwei jungen Leute nehmen möchte, die dort im Priesterseminar studieren. Außerdem übergebe ich morgen die begonnene Planung eines bescheidenen internationalen Jugendtreffens, das wir 2019 für deutsche, polnische und russische Jugendliche organisieren wollen, weil für viele der Weg zum Weltjugendtag nach Panama zu weit (= teuer) ist. 
Sankt Petersburg - ein Traumziel für Touristen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich noch nie auf dem berühmten Njewskij-Prospekt spazieren gegangen bin. Flughafen und Priesterseminar - das sind die gewöhnlichen Stationen meiner Reisen dorthin. Diesmal kommt der Besuch einer der Petersburger Pfarrkirchen hinzu, weil dort eine Gedenktafel für die Priester eingeweiht wird, die unter politischen Repressalien im 20. Jahrhundert gelitten haben, bis hin zum Tod. Am Ende der Sitzung werden wir Bischöfe mit den Bewohnern und Angestellten des Priesterseminars dessen 25-jähriges Bestehen feiern.
19.45 Uhr: Ersten Blick aus dem Fenster. Das Priesterseminar, in dem ich untergebracht bin, befindet sich mehr oder weniger im Zentrum der russischen Metropole am Finnischen Meerbusen. Fünf Millionen Einwohner. Nicht unbedingt die idealsten Bedingungen für ein Haus, in dem geistliches Leben wachsen soll. Andererseits ist es das historische Gebäude, in dem schon Heilige gebetet, studiert und doziert haben. Pater Diogenes, der eigentlich im Büro bleiben müßte, wenn ich verreise, hat mich begleitet. Morgen tagt hier die Pastoralkommission, deren Mitglied er ist. Was ich heute Abend mache, brauche ich nicht mehr überlegen. Unterwegs, in Moskau, bekam ich eine "Mahnung", dass das Vorwort für die nächste Ausgabe des Bistumsjournals dringend fällig sei.