Donnerstag, 6. Dezember 2018

Bistumswoche der Barmherzigkeit


Ich komme gerade von einem Treffen in den Räumen unserer Diözesancaritas, wohin die Direktorin, Frau Oksana Lebedeva, eingeladen hatte, um mit ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen das Fazit unserer „Woche der Barmherzigkeit“ zu ziehen. Den geistlichen Impuls am Anfang der Begegnung gab ich, denn in unserem Bistum bin ich Caritaspräsident. Dann übernahm die Direktorin. Die „Woche der Barmherzigkeit“ gibt es im Bistum Sankt Clemens in Saratow seit ca. 10 Jahren. In Verbindung mit dem von Papst Franziskus eingeführten „Tag der Armen“ ist sie nun an den vorletzten Sonntag im Kirchenjahr angebunden. Vom 11.-18. November 2018 organisierten wir unter der Devise „Deus Caritas est“ Veranstaltungen in den Pfarrgemeinden und stellten Caritas in der Öffentlichkeit vor. Jugendliche bereiteten Frühstück für Obdachlose vor. Auch Eltern die kein Geld für solche Konsultationen haben, bekamen die Möglichkeit, mit einer Psychologin über die Erziehung ihrer Kinder zu sprechen. Auf Trödelmärkten wurde für in Not Geratene gesammelt. Selbstgebackenes „ging weg, wie warme Semmeln“. Einsame Kranke wurden besucht u.v.m. In vielen Pfarreien fand die „Aktion 1 Kilogramm“ statt. Das bedeutet, jeder Familie, jeder Haushalt, bringt am Sonntag ein Kilogramm Textilien, haltbare Lebensmittel oder Hygieneartikel mit zur Kirche. Dort wird gesammelt und später an Arme verteilt. Die ganze Woche über waren die Gläubigen aufgerufen, Werke der Barmherzigkeit zu tun, sowohl leibliche als auch geistige. Mit Freude durften wir sowohl zurück schauen, als auch an das kommende Jahr denken, in dem die „Woche der Barmherzigkeit“ dann möglicherweise schon in allen vier katholischen Bistümern Russlands begangen werden wird.