Samstag, 1. Dezember 2018

Pünktlich

4.35 Uhr bei heftigem Wind und minus 13 Grad, hatte ich wieder Boden unter den Füßen. Der Flughafen von Orsk liegt auf der anderen Seite des Urals, in Asien. (Ural = Fluss, nicht Gebirge.) Das einzig Beleuchtete auf den eisüberdeckten 20 km in die Stadt, war die Brücke, die Asien von Europa trennt. Danach drang sofort der typische Geruch dieser Gegend ins Auto: metallurgische Industrie des letzten Jahrhunderts, Qualm, im Winter erst recht. (In Russland nennt man den 1. Dezember Winteranfang.) Auch hier ziehen die Leute weg, sagt der Pfarrer. Er wollte wissen, wie wir Christkönig gefeiert haben, wie es den Priestern geht, die Probleme mit der Gesundheit hatten usw. usf. Dann kreuzten wir im Dunkeln die Straße, auf der ich 1991 erstmals nach Orsk kam, damals, als es Marxer Außenstation war: 1.200 km entfernt... Mit diesen ersten Eindrücken darf ich jetzt erst einmal Pause machen, morgens um 6.00 Uhr, in einem Zimmer mit Blick auf die Kreuzung vor der Kirche. Das Programm für's Wochenende liegt auf dem Tisch.

P.S. Damit auch wieder mal ein sonniges Bild im Blog erscheint, ...