Montag, 3. Dezember 2018

Verspätung

Der Tag beginnt mit über einer Stunde Verspätung. Die Maschine aus Moskau, mit der ich dort hin fliegen möchte, trifft spät in Orsk ein. Pater Pawel, der Arme, holte sein Auto 3.40 Uhr aus der Garage, um mich zum Flughafen in Asien zu bringen. Das einzige Licht am Weg: die Brücke zwischen den beiden Erdteilen. Vor dem Flughafen: keine Schranke, keine Parkgebühren, ... Hier ist Platz (und fliegt fast nichts).
Rückblickend auf die zwei Tage in Orsk, das ich vor 27 Jahren als eine der 62 Außenstationen von Marx aus betreute, kann man dankbar sein, für das, was gewachsen ist, aber sicher nicht euphorisch. Wirtschaftliche Probleme der Städte hinterlassen immer auch eine Spur in den Pfarrgemeinden. Dass es in der Stadt weiterhin den Lenin-Stadtbezirk gibt, und den, der nach der Oktoberrevolution benannt ist, hat kaum mit der Nostalgie der letzten Zeit zu tun; dass der Pionierpalast als solcher renoviert wird, vielleicht doch.
Die Pfarrgemeinde hat eine Homepage, auf der man vermutlich Bilder der gestrigen Feier finden kann, oben, unter "2. Dezember", zum Beispiel dieses:


Auch heute ein kleines Postscriptum am Abend: Beinahe ausnahmsweise war es gelungen, den Tag nicht zum Nachholen fehlender Ruhe zu benutzen. Schließlich kamen meine ersten Gäste in dieser Woche an, zwei Priester aus dem Süden, 900 km im Auto. Morgen wollen sie zurück fahren. Mit dem ersten habe ich noch heute Abend gesprochen. Das Gespräch mit dem anderen folgt morgen früh, denn 10.10 Uhr und 11.35 Uhr kommen die nächsten beiden.