Samstag, 12. Januar 2019

Samstagsgedanken

Heute Nachmittag, als ich für ein paar Stunden nach Marx fuhr, hatten wir kurzzeitig Tauwetter. Aber das ist schon wieder vorbei, nur der schmutzige Eindruck (Foto, Saratow, heute) wird bleiben, bis wieder Neuschnee fällt. 
Der vorletzte Tag der Weihnachtszeit war Überlegungen gewidmet, die noch nicht alle zu Ergebnissen geführt haben. Nicht nur Termine, wie die "Gebetswoche um die Einheit der Christen" oder der bald kommende "Tag des gottgeweihten Lebens" und das entsprechende Programm beschäftigen mich, sondern auch (und noch viel mehr) die Frage, was wir machen, wenn eine Ordensgemeinschaft in sechs Monaten aufgibt, ich meine, die Pfarreien, die sie betreut. 
Die beiden in dieser Woche in Marx Verstorbenen gehen mir durch Kopf und Herz. Ich hatte gestern beim Requiem bewußt den Anfang der Seligpreisungen (Mt 5,1f) gewählt. Wie anders sind doch die Maßstäbe Gottes! Ebenso waren meine Gedanken beim gestern vor neun Jahren verstorbenen Pater Johannes, dessen Namen für immer mit Alexejewka in Baschkortostan verbunden bleiben wird.
Zur Erinnerung: Morgen ist Sonntag - russisch: Voskresenje - auf Deutsch: Auferstehung. Wir müssen nicht mehr auf Ostern warten, um an das Leben zu glauben.